, Juen Laurin

Der Serienmeister aus Diepoldsau muss sich verneigen

Genau wie die Herren kämpften auch die Frauen des SVD Diepoldsau-Schmitter am Wochenende um den Schweizermeistertitel. Obwohl die Diepoldsauerinnen "nur" als Vierte aus der Qualifikation an den Finalevent anreisten, galten sie dennoch als Titelfavoritinnen neben Kreuzlingen und Jona, die in diesem Jahr starke Leistungen gezeigt hatten.

Im Halbfinale traf Diepoldsau somit auf die Qualisiegerinnen vom TSV Jona. Da die Diepoldsauerinnen in der Vorrunde lange auf Hauptangreiferin Tanja Bognar verzichten mussten, verloren sie beide Qualifikationsspiele. Weil Bognar jedoch für das Final 4 wieder zur Verfügung stand, war klar, dass dies ein ganz anderes Spiel werden würde. Diepoldsau startete stark in diese Partie und gewann den ersten Satz. Danach begann jedoch eine Schwächephase der Rheintalerinnen, wodurch sie Jona ins Spiel kommen liessen und in der Folge zwei Sätze abgeben mussten. Somit blieb für Diepoldsau nur ein Weg ins Finale: Es mussten zwei Sätze in Folge gewonnen werden. Mit diesem Wissen im Hinterkopf steigerten Tanja Bognar und Co. ihre Leistung kontinuierlich, was sich auch in den Resultaten widerspiegelte. Nachdem Diepoldsau den vierten Satz für sich entscheiden konnte, ging es in den Entscheidungssatz. Dort zündeten die Rheintalerinnen in der Mitte des Satzes den Turbo und gingen mit 8:3 in Führung. Diesen Vorsprung liessen sie sich nicht mehr nehmen und sicherten sich verdient den Finaleinzug.

Im Finale trafen sie auf Kreuzlingen, das sich sein Ticket mit einem Sieg gegen die FG aus Elgg-Ettenhausen gesichert hatte. Diese Partie begann enorm umkämpft und war von Beginn an von vielen Eigenfehlern auf beiden Seiten geprägt. Von diesen leisteten sich die Diepoldsauerinnen in den ersten beiden Sätzen etwas weniger und konnten beide Durchgänge für sich entscheiden. Den ersten Satz gewann Diepoldsau mit 11:9, den zweiten konnten sie in der Verlängerung auf ihre Seite ziehen. Somit trennte Diepoldsau nur noch ein Satz vom Titelhattrick.

Dieser sollte jedoch im dritten Satz nicht gelingen, denn Kreuzlingen wollte im Kampf um den Schweizermeistertitel weiterhin ein Wörtchen mitreden. Auch im vierten Satz spielte Kreuzlingen einen Tick stärker als Diepoldsau und erzwang den Entscheidungssatz. Somit kamen die Diepoldsauerinnen auch in dieser Partie nicht um einen Fünfsätzer herum. In diesem erwischten die Rheintalerinnen den klar besseren Start und beim Stand von 6:0 für Diepoldsau wurden die Seiten gewechselt. Doch die Frauen aus Kreuzlingen waren noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte und starteten eine beeindruckende Aufholjagd. Sie erzielten zehn Punkte in Folge und erspielten sich damit vier Matchbälle. Diepoldsau wehrte einen nach dem anderen ab, ehe Kreuzlingen beim Stand von 10:9 Geschichte schrieb und den ersten Schweizermeistertitel der Vereinsgeschichte gewinnen konnte.

Somit kehrt der SVD nach langer Zeit wieder einmal ohne Schweizermeistertitel bei den Herren wie auch bei den Damen nach Hause.

Bildquelle: Fabio Baranzini/Swiss Faustball